„Restlos vom QR-Tagging und Onlineshop überzeugt“

Ich kann gar keine Mappen mehr produzieren – ich weiß gar nicht mehr, wie das geht, und bin heilfroh, dass ich mich damit nicht mehr herumschlagen muss! Vom QR-Tagging und dem Onlineshop bin ich restlos überzeugt – und die Eltern sind begeistert. Gerade die Vielfalt der Motive, die ich im Shop anbieten kann, kommt meiner Arbeitsweise sehr entgegen.

In meiner Ausbildung hatten wir einen Lkw, der komplett als Studio ausgebaut war. Hintergründe & Requisiten wie zum Beispiel Scheunentor, Boot oder Sonnenuntergang hatten wir also immer dabei. Seitdem ich selbstständig bin, stimme ich mein Konzept vorab mit den Erziehern ab und fotografiere dann in der Kita. Das heißt, ich baue mein Studio vor Ort auf. Dazu habe ich viele Requisiten, Accessoires und Hintergründe, die wir verwenden können, zum Beispiel ein Schränkchen mit bunten Bonbon-Gläsern oder eine Leiter mit bunten Farbeimern. In der Region habe ich mittlerweile einen festen Stamm von Kitas, die ich immer im Herbst fotografiere. Oft waren Kitas mit ihren alten Fotografen nicht zufrieden und haben mich dann gebucht.

Den Ablaufplan habe ich vorab mit den Kitas abgestimmt und die Eltern informiere ich vorher mit einem Poster, das ich im Eingangsbereich der Kita aushänge. Dort erkläre ich auch, dass die Kinder an dem Tag schöne Kleidung tragen und ein ordentliches Paar Schuhe mitnehmen sollen. Meist sind die Aufnahmen im Herbst und die verschlammten Stiefel oder knallbunten Crocs sehen nicht so gut aus.

Mein Erfolgsrezept ist, dass ich kleine Serien pro Kind fotografiere, wie ich das in meinem Studio ja auch mache. Also: ganze Person, halbnah und Kopfporträt. Ich arbeite auch gerne mit Anschnitten, die erstaunlich häufig bestellt werden. Auch das Motiv, bei dem das Kind nicht direkt in die Kamera schaut, wird sehr gern genommen. Das Motto meiner Bildsprache ist: Weniger ist mehr. Dazu verwende ich edle, helle Hintergründe und passende Accessoires. Die Kinder stehen aber immer im Fokus. Damit alles reibungslos abläuft, baue ich ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis zu den Kindern auf. Bevor ich ein Kind fotografiere, spreche ich es zum Beispiel erst mal auf die Kleidung an. Bei einem schüchternen Kind setze ich mir einen Teddy auf den Kopf und tue so, als würde ich niesen. Dann fällt der Teddy runter und das Kind muss lachen.

Nach dem Fototag werden die Fotos mit Lightroom vorsortiert und nachbearbeitet. Hier auf dem platten Land kann ich nicht so viel für Fotos verlangen. Das Preismodell ist bei mir also sehr moderat. Für Abzüge verlange ich zum Beispiel nur 3,50 Euro. Dafür bestellen die Eltern dann aber deutlich mehr Fotos. Oft kommen die Eltern dann auch noch mal zu mir ins Studio und möchten Familienfotos machen. Zur Sicherheit lasse ich mir übrigens die Namen der Kinder auf einer Liste mit den Kennwörtern notieren. So kann ich den Eltern Auskunft geben, falls sie ihre Kennwortkarte verlieren sollten. Trotz anfänglicher Berührungsängste mit dem Onlineverkauf und dem QR-Tagging, setze ich das mittlerweile ausschließlich ein und auch bei den Eltern kommt es super an.

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