„Neutrales Studio für Porträts“

In den Schulen gibt es in der Regel drei Termine. Eine Besichtigung, der Aufbau einen Tag vorher und den Fototag – meistens sind es zwei Aufnahmetage. Pro Stunde fotografiere ich eine Klasse. Damit ich flexibel arbeiten kann und auch Ganzkörperfotos anbieten kann, habe ich einen Hintergrund, der bis unter die Füße geht.

Wenn die Klassen zu mir in den Studioraum kommen, begrüße ich die Lehrer und beginne mit dem Klassenfoto. Entweder Outdoor oder vor einem breiten, weißen Hintergrund, den ich extra dafür aufbaue. Dann positioniere ich die Kinder in vier Etagen: Auf dem Fußboden im Schneidersitz, auf Stühlen sitzend, dahinter stehen und auf Stühlen dahinter stehend. Die Lehrer kommen mit auf das Foto.

Nach dem Klassenfoto kommen die Einzelfotos. Dafür nutze ich das Set mit dem weißen Hintergrund. Damit die Kinder nicht so sehr abgelenkt werden, stelle ich zum Teil Trennwände vor das Studio und beauftrage die Lehrer, sich um die Klasse zu kümmern. Wenn ich die Kinder fotografiere, rede ich ununterbrochen. Frage nach dem Namen, lobe die Kleider der Mädchen oder lasse die Jungs die Zunge raus strecken. Die Kinder sollen Spaß haben und sich wohlfühlen. Dann entstehen tolle Fotos.

Nach den Fototagen habe ich die Fotos mit Lightroom bearbeitet und dann online bereitgestellt. Ich habe Kontaktabzüge erstellt und den Kindern mitgegeben. In den ersten Schulen habe ich den Eltern zunächst die Möglichkeit angeboten, neben dem Onlinealbum auch über die Kontaktabzüge per Ankreuzen zu bestellen. Das haben die Eltern zum Glück aber kaum genutzt. Der Durchschnittsumsatz lag bei 26 Euro pro Bestellung.

http://photografia.huettenhein.com

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